Nach Mass Effect bringt die Rollenspielschmiede Bioware ein weiteres Spiel für die Konsolen Xbox 360 und Ps3 herraus, doch ob das Fantasy Setting wirklich so ihr Ding ist, lest ihr im folgenden Artikel.
Böse, böser – Die Dunkle Brut!
Wer hätte es gedacht? Man ist DER Außerwählte, der die Vier Völker (Menschen, 2 verscheidene Elfen-arten und Zwerge) wieder vereint, um die Bedrohung durch die Dämonen der „Dunklen Brut“ aufzuhalten. Zuerst sucht man sich die jeweilige Rasse aus, kann den kompletten Körper nach belieben verändern und die Klasse auswählen. Es gibt Krieger, Magier und Schurken, welche jeweils andere Attribute benötigen. Zum Beispiel braucht der Schurke viel Geschicklichkeit um so besser ausweichen zu können, oder der Magier braucht einiges in den Punkten Magie, um so die Stärke seiner Zauber zu erhöhen. Nachdem dies alles erledigt ist, fängt man in seinem individuellen Startgebiet an.
In welchem Startgebiet ihr startet, hängt von eurer Rassenwahl ab. So werdet ihr in die Story eingeführt und lernt die Spielgrundlagen kennen. Nachdem man das Startgebiet durch eine Quest verlässt, wird man zu einem sogenannten „Grauen Wächter“, der die Völker vereint und in einer letzten, epischen Schlacht die Dunkle Brut vernichten soll.
Alles schön und gut, doch bis man zur letzten Schlacht kommt, vergeht einige Spielzeit, denn immerhin ist dies ein Rollenspiel von Bioware. Es gibt insgesamt acht Begleiter, die sich eurer Gruppe anschließen werden, welche euch aber nur durch eigene Motive folgen, die im Verlauf des Spiels geklärt werden.
Sobald ihr mit der Gruppe umherreist, um so der Hauptquest zu folgen, werdet ihr oft von wilden Tieren oder Banditen angegriffen. Hier ist es wichtig ein ausgeglichenes Team dabei zu haben, da ihr nur drei Begleiter mitnehmen dürft.
Action oder RPG?
Bei Kämpfen verhält es sich wie in einem klassischen RPG. Einer der Begleiter ist der Tank, der durch Spott oder anderen Fähigkeiten die Gegner veranlasst ihn anzugreifen, während ein Heiler den Tank heilt, damit dieser nicht stirbt. Die anderen zwei aus der Gruppe sind entweder jeweils Schadensklassen, die mit Spezialattacken immensen Schaden an den Gegnern verursachen, oder sie sind sogenannte „Unterstützer“, die die Gruppe mit nützlichen Zaubern stärken und verbessern. Es fällt einem sofort auf, dass die Kämpfe nicht pausiert werden können, und so alles in Echtzeit abläuft.
Dadurch, dass es sich hierbei um die Konsolen-Version handelt, gibt es nicht wie bei einer Computertastatur unzählige Tasten für die Fähigkeiten der einzelnen Charaktere, wo man dich am Anfang die Frage stellt, ob dies nicht zum Nachteil ist, doch Bioware hat eine geschickte Lösung gefunden: Es gibt drei Fähigkeiten, die ausgewählt werden können, die dem Gamepad entsprechen (Dreieck, Quadrat und Kreis), durch drücken der R2 Taste kann man zwischen zwei Zeilen switchen, um so drei weitere Fähigkeiten einzusetzen. Die einzelnen Sprüche oder Attacken kann man frei auf den Zeilen belegen und somit eine individuelle Kampfabfolge planen.
Werde groß und stark mein kleiner Elf!
Durch erfolgreiches besiegen eines Gegners, bekommt die Gruppe Erfahrungspunkte und wenn man genügend Erfahrungspunkte hat, steigt der Charakter um eine Stufe auf, und hat neue Punkte für die Vergabe der Attribute zur Verfügung, um so stärker zu werden. Es gibt nicht nur neue Attributspunkte, sondern auch Fähigkeitspunkte, sowie Talentpunkte, die individuell in Bäumen verteilt werden. So kann der Schurke beispielsweise neue Attacken, oder neue passive Fähigkeiten lernen, wie zum Beispiel Unsichtbarkeit. Durch Abschließen von Nebenquests, die nicht relevant sind für die Story, gibt es ebenfalls Erfahrungspunkte. So lohnt es sich diese ebenfalls zu absolvieren, um so seine Truppe zu stärken.
Besser arm dran, als Arm ab!
Dragon Age ist ab 18 Jahren, was man sofort am ersten Kampf sieht, denn es fliegen Gliedmaßen ab, Köpfe rollen oder es spritzt einfach nur eine Menge Blut. Selbst in den Zwischensequenzen ist der Grad der Gewalt sehr hoch gehalten, was aber nicht den Spielspaß beeinträchtigt. Die Gewalt zeigt einfach, wie brutal es in dieser Welt zugeht, und dass sie gezeichnet ist, durch Zerstörung und Hass gegenüber den einzelnen Völker des Spiels.
Die Grafik ist, wie es sich für Next-Gen-Titel gehört, atemberaubend. Jedes kleine Detail ist wunderschön inszeniert, und die Zwischensequenzen können sich sehen lassen. Betritt man beispielsweise ein Haus sieht man lauter kleine Details, die liebevoll umgesetzt worden ist.
Sei nicht so wortkarg!
Wie es sich für ein Rollenspiel von Bioware gehört, gibt es viel Text zu lesen (der ebenfalls hervorragend synchronisiert wurde), sowie mehrere Antwortmöglichkeiten, die die Einstellung zu anderen Charakteren beeinflusst. Beispielsweise mag es die Zauberin Morrigan, wenn man sich über andere Leute lustig macht oder sie sogar bedroht, was aber wiederum anderen Charakteren aus der Gruppe missfällt.
Fazit:
Meiner Meinung nach ist Dragon Age etwas für Rollenspieler, sowie Actionspieler, da aus beiden Elementen etwas dabei ist! Einzig die langen Dialoge könnten die Actionfans verschrecken.
Sonst kann ich nur sagen, dass Bioware mal wieder ein wunderbares Rolenspiel gelungen ist!