Die Wii wird zur Kampfarena
Wie es von Capcom üblich ist, gibt es zu fast jedem Spiel eine Fortsetzung. Dies bewirklicht sich auch hier bei Tatsunoko vs. Capcom. Die erste Variante war zwar hier nicht erhältlich, jedoch die Version Nummer 2. Aufgemotzter und schriller als in Japan ist sie auch hier im Westen eingetroffen.
Insgesamt weist das Wii-Game 26 Charaktere auf. 13 von Capcom, die gleiche Anzahl von Tatsunoko. 5 von diesen Figuren sind im Gegensatz zur 1. Version neu hinzugekommen. Eine Neuerung zur Version 1 ist der Online-Modus, wo man über das Wii-Netzwerk gegeneinander spielen kann. Zwar ist DSL 1000 Minimum, jedoch empfehle ich DSL 2000, da so die auftretenden Ruckler nicht mehr auftauchen. Tatsunoko? Was für eine Firma ist das? Tatsunoko ist eine Legende auf dem japanischen Markt: Sie entwickelt viele Anime-Sendungen, Games und ist dort eine Legende. Samurai Pizza Cats, Neon Genesis Evangelion oder Adventures of Pinoccio sind nur einige Werke von ihnen. Die meinen Kämpfer sind aus anderen Spielen schon bekannt: Ryu, Chun-Li, MegaMan Volnutt (aus MegaMan Legends), Viewtiful Joe, Morrigan (aus Darkstalkers) oder PTX-40A, dem gigantischen Mech-Suit aus Lost Planet. Zu Beginn des Spieles wählt man 2 seiner „Lieblings“charaktere aus. Im Spiel selbst kann man dann zwichen beiden Kämpfern wechseln, sofern man nicht gerade am verlieren ist. Wie es nicht anders sein könnte, gibt es auch hier Ausnahmen: G. Lightan sowie der Lost Planet-Robo sind von der Gewichtigkeit so mächtig, dass man diese nur solo spielen kann. Das Spiel ist ein typisches Beat-em-Up, in 2D gehalten uns sehr einfach zu bedienen. Keine schwierigen Tastenknöpfe, leichte Kombis. Zum Beispiel nur durch das rütteln der Wii-Mote löst man die „Hyper Combo“ aus. Das ist ein klarer Vorteil der Wii mit Wii-Mote und Nunchuk. Alle, die sich noch an Marvel vs. Capcom 2 erinnert, wollen gar nicht mehr damit spielen! Dazu arbeitet die Spieltechnik des Games sehr schnell: Der Schaden wird nicht etwa in tausender oder hunderdtausender Schritten berechnet, sondern glatt in Billionhöhe. Man weiß ja, dass die Grafik der Wii-Konsole nicht die beste ist, aber wenn man TvC auf einem großen HD-fähigem Endgerät zockt, dann wird durch die gute Grafik dies nicht mehr wirklich offensichtlich. Capcom hat sehr viel Wert auf das Game gelegt und hat sich selbst übertroffen: „In einem prunkvollen Schloss wabern im Hintergrund mehrere Spiegel, in einer putzigen Spielzeugfabrik werden Figürchen zusammengebaut, ein chinesisches Dorf steht am Fuße eines malerischen Wasserfalls.“, so z.B. 4Players.de . Für alle Japan-Fans: Die Sprachausgabe ist standardmäßig auf Japanisch, kann wahlweise aber auch auf Englisch umgestellt werden. Um das Menü zu vereinfachen ist dies nur in Englisch verfügbar.
Mein Fazit: Für alle Beat-em-Up das non plus ultra! Zwar nicht nach dem klassichen Prinzip gehalten, jedoch mit viel Aufwand gebastelt. Viel Action, viele Sounds, Grafiken: wunderbar krachendes, blinkendes, glitzerndes, schepperndes, irre schnelles und sehr unterhaltsames Partyspiel mit zum Teil extrem bizarrer Figurenwahl! Meiner Meinung nach geht einem hier die Luft nicht aus. Für alle, die gelegentlich japanische Beat-em-Ups spielen, müssen sie sich einfach mal herantasten. Nicht jeder steht auf japanische Anime-Grafik.