Feuerwehr Simulator 2010

Feuerwehr Simulator 2010
Feuerwehr Simulator 2010
Plattform:
  • PC
Publisher:
astragon
Genre:
Simulation
Spieler:
Claus
Release:
19.01.2010
Page:
http://www.astragon.de
UVP:
19,99
„Taaaatüüü Taaatta“, so klingt es, wenn man sich in der ersten Mission von Astragons neuem Titel „Feuerwehr Simulator 2010“ befindet und gerade das Martinshorn des Einsatzfahrzeugs eingeschaltet hat.

Spannend und abwechslungsreich soll man sich in elf Missionen als virtueller Feuerwehrmann beweisen. Soviel vorab, es sind nur acht echte Missionen und drei Tutorials.

In den Tutorials lernt man zum Beispiel, den Feuerwehrwagen in der Aussenansicht oder aus der Führerhausperspektive zu steuern. Nach dem Fahrertraining geht es dann anschließend um den Einsatz: Man lernt die Ausrüstung kennen, erfährt z.B. wie eine Absperrung vorgenommen wird oder Personen aus Fahrzeugen befreit werden. Und zu guter Letzt natürlich auch, wie man Brände löscht.

Bei den Einführungs-Missionen wurde dabei auf das obligatorische Zeitlimit verzichtet, was durchaus sinnvoll ist. Denn man braucht als Spieler doch eine gewisse Zeit, um sich mit der hakeligen Steuerung überhaupt anfreunden zu können. Nicht anfreunden muss man sich in diesem Zusammenhang allerdings mit der freudlosen Umsetzung der Anleitungen und Tipps, die nur als simple Textboxen eingeblendet werden und den Einstieg in den Alltag des virtuellen Feuerwehrmannes nur mäßig spannend gestalten.

Dann geht es aber endlich zur Sache. Ein Küchenbrand. Nach kurzer Fahrt zum Einsatzort müssen zunächst alle Vorbereitungen getroffen werden: Die Straße wird abgesperrt, Schläuche und Löschsystem sind startklar, Helm und Pressluft schützen bei der Evakuierung des brennenden Hauses.

Dem Spieler steht ein Team aus Einsatzleiter und mehreren Brandbekämpfern zur Verfügung. Während der Einsatzleiter per Mausklick einen Rettungswagen alarmiert, kümmert sich einer der Männer um die Evakuierung der (etwas unmotiviert platzierten) Bewohner der Einraumwohnung. Ein Anderer aktiviert die Löschwasserzufuhr, während der dritte Feuerwehrmann nach erfolgreicher Rettung mit dem Schlauch zum Schluss und dem überraschend kleinen Brandherd zieht.

Brand gelöscht, Gefahr gebannt. Schon haben sie Ihre erste echte Mission als virtueller Brandbekämpfer bestanden. Und ähnlich geht es dann weiter: Auf der Autobahn, an einer Tankstelle, einem Bahnübergang, in einem Stadttunnel, im Industriegebiet und schließlich noch im Hafen.


Technikcheck:
Die Kindheitsträume als Feuerwehrmann virtuell aufleben zu lassen ist an sich eine charmante Idee. Allerdings enttäuscht der „Feuerwehr Simulator 2010“ von technischer Seite. Die Grafik z.B. ist fernab heutiger Möglichkeiten: Rotierende Bitmaps statt echter 3D-Objekte, monotone Städte mit langweiligen und zum Teil fehlerhaften Texturen sowie Fahrzeuge ohne Lizenzen, die sich mit stillstehenden Rädern über den Boden bewegen. Zusätzlich macht die hakelige Steuerung es stellenweise fast unmöglich, eine Mission in der vorgegebenen Zeit überhaupt zu absolvieren zu können.

Positiv anzumerken ist beim „Feuerwehrsimulator 2010“ die große Anzahl von Objekten, die zum Löschen eingesetzt werden können und die Möglichkeit sich in einem Lexikon sämtliche Ausrüstungsgegenstände sowie Einheiten und Fahrzeuge näher erklären zu lassen.

Fazit:
Nachdem Astragon mit Ihren „Landwirtschaftsimulator“ eine große Fangemeinde begeistern konnte, wird ihnen das mit dem Feuerwehrsimulator 2010 vermutlich nicht gelingen können. Die Grundidee ist gut, die Umsetzung nicht. Mit vielen technischen Probleme und einer erkennbaren Lieblosigkeit empfiehlt sich der rund 20 Euro teure Simualtor wirklich nur Hardcore-Feuerwehrfans, die bereitwillig über Grafikfehler hinwegsehen und auf Spannung verzichten können.

 

 

 

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Bewertung

Grafik
4 | 10
Sound
7 | 10
Singleplayer
6 | 10
Gameplay
6 | 10
Gesamt
58 %

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